Les Voiles Saint-Tropez

Teilnahme der CCS Regionalgruppe Zürich an der «Les Voiles de Saint-Tropez» 2023

Nach einer fast neunmonatigen Planungs- und Vorbereitungsphase ist das Team «CCSZH@LesVoiles2023» unter der Leitung von Pascal Tschirren und Christophe de Courten mit der Pogo 12.50 «Purple Rain» vom 2. bis zum 8. Oktober 2023 in der Kategorie «Bateaux Modernes» an der internationalen Regattawoche «Les Voiles de Saint-Tropez» angetreten.

Das Team bestand aus sechs Crewmitgliedern, alle Mitglieder der CCS Regionalgruppe Zürich. Die wichtigsten Eckpunkte der Vorbereitungen umfassten den Charter eines passenden Performance Cruisers, der auch für Regatten versichert ist, die Aufnahme des Boots «Purple Rain» ins Teilnehmerfeld, die Zusammenstellung einer Crew und das Training mit dem Regattaboot an der Côte d’Azur.

Schon während des Sommers 2023 traf sich die Crew mehrere Male zu Segeltrainings auf dem Zürichsee, um sich kennen zu lernen und um abschätzen zu können, wer sich für welche Rolle an Bord eignet.
Während der vier Tage vor dem eigentlichen Start der Regattawoche wurden die Funktionen des Rudergängers, Navigators, Bordfunkers, der beiden Vorschoter und «bow men» zwischen Bormes-les-Mimosas und Sainte-Maxime immer besser eingespielt. Am Tag vor der ersten Regatta ging es dann weniger ums Segeln, sondern vor allem um das Eichecken beim «comité de course» in Saint-Tropez, um letzte Kleinreparaturen am Boot, um das Studium der Windprognosen und damit die Planung der Taktik und, um das Boot «fit for racing» zu machen.

Die oberste Maxime des Teams blieb immer die Sicherheit von Crew und Boot, weshalb der Start am ersten Regattatag bei leichtem Wind von 1-3 Beaufort konservativ geplant war.

Als am zweiten Regattatag der Wind bis 6 Beaufort stark blies, konnte die Crew die Stärken der Pogo 12.50 richtig ausspielen, und die «Purple Rain» erreichte trotz eines strengen Handicaps (IRC TCC 1.161) den erstaunlichen 16. Platz von 35 Teilnehmern in der Unterkategorie «gelb».

Am dritten Regattatag wurde der Kurs vom «comité de course» wegen des erst Mitte Nachmittag erfolgten Starts zum Nachteil der «Purple Rain» gekürzt, und «Purple Rain» fiel im vorläufigen Gesamtklassement wieder etwas zurück.

Viele Boote zeigten sich beim Start und bei den Wendebojen oft ehrgeizig, und mehr als nur einmal krachte es. Die Folge waren niedergelegte Heckkörbe, Löcher im GFK-Rumpf und einige an den kurshaltepflichtigen Booten gehisste rote Protestflaggen. Auch «Purple Rain» kam einmal unvermittelt und schon fast auf der Startlinie in eine kritische Lage, die das andere Boot aber mit ihrem Sportsgeist und viel Fairness entschärfen half.

Der vierte Tag war ein «Lay Day», und die Crew beschloss, sich in einer Ankerbucht von der Aufregung der ersten Regatten mit vom Steuermann gekochten «moules» und Scampi zu erholen.

Am fünften und am letzten Regattatag haben alle Boote bei frischer Brise um 20 Knoten um beinahe jeden Meter gekämpft. Besonders nahe bei den Wendemarken kam es zu einigen spektakulären Begegnungen der schnelleren Yachten, welche mit imposant aufgeblasenen Gennakern schon auf dem «downwind» waren, mit den kleineren, aber kurshaltepflichtigen Konkurrenten, die hart am Wind um jedes Winkelgrad versuchten, anzuluven. Zum Teil rauschten die Teilnehmer nur wenige Meter mit jeweils 10 bis 14 Knoten Fahrt durchs Wasser aneinander vorbei.

Die Konkurrenz unter den «Bateaux Modernes» war hart; zum Teil segelte das Team «CCSZH@LesVoiles2023» gegen halbprofessionelle Crews aus aller Welt. Die sportlichen Ziele wurden aus Sicht der beiden Team Captains aber erreicht, unter anderem auch deswegen, weil «Purple Rain» jede Regatta
ordentlich beendete, das heisst ohne «DNF («did not finish») und ohne DSQ («disqualified»), und immer sicher und ohne Schaden an Crew oder Boot ins Ziel kam.

Nicht nur mit dem CCS Stander auf dem Wasser, sondern auch an Land wurde die CCS Regionalgruppe Zürich abends jeweils würdig und prominent präsentiert: Im «Village des Voiles» des Veranstalters und bei Anlässen der offiziellen Sponsoren hat die «CCSZH@LesVoiles2023» mit eigener Fahne und einem passenden Crew Outfit den Austausch mit Mannschaften anderer Bootsklassen, auch der Maxis und klassischen Yachten, und teilweise auch mit Schweizer Landsleuten gepflegt. Besonders hervorzuheben ist, dass die Kameradschaft unter den Crewmitgliedern der «CCSZH@LesVoiles2023» gross geworden ist und die Lust für den nächsten Besuch eines Boots der CCS Regionalgruppe Zürich in Saint-Tropez bereits wieder da ist. Für die Teamleitung war wichtig, dass die «Purple Rain» am Ende sicher und ohne Schaden zurück in ihren Heimathafen gebracht wurde und die Crew gesund, glücklich und mit tollen Segelerlebnissen heim nach Zürich gekommen ist.

Mehr Informationen, Videos und alle Ergebnisse findet man unter:

Ausgewählte «fun facts»:

  • Max. SOG: 12,8 Knoten
  • Bestes Ergebnis von 5 Regatten: 16. Rang von 35 Teilnehmern in unserer Kategorie
  • Anzahl Instagram Follower: 63
  • Grösster Altersunterschied unter den Crewmitgliedern: 14 Jahre
  • Längste Regatta: 26 Seemeilen
  • Stärkster Wind: 26 Knoten
  • Wir haben an einer Regatta die Ziellinie um 1 Meter verpasst
  • Grösster Unterschied der Segelerfahrung unter den Crewmitgliedern: über 100'000 Seemeilen (von 1'050 Seemeilen bis über 100'000 Seemeilen)